Freiwillige Feuerwehr Mildstedt

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Rauchmelder retten Leben

Pro Jahr sterben bei Wohnungs- und Hausbränden in Deutschland mehr als 600 Menschen. Über 5.000 Menschen erleiden zum Teil schwerste Verletzungen. Ca. 95 % davon an den Folgen einer Rauchgasvergiftung und "nur" 5 % durch die Einwirkung der Flammen.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann man nie ganz sicher sein, dass in den eigenen Wohnung nicht irgendwann ein Feuer ausbricht. Ein Brand kann durch eine vergessene Zigarette, einen Defket in einer elektrischen Leitung oder einem elektrischen Gerät schnell entstehen. Inbesondere nachts ist die Gefahr groß, dass man die Gefahren nicht einmal bemerkt. Das bei einem Feuer entstehende und im Brandrauch enthaltene Kohlenmonoxyd ist unsichtbar sowie geruchs- und geschmacklos. Das Einatmen führt innerhalb kürzester Zeit zur Bewusstlosigkeit und zum Tod.

Rauchmelder können Leben retten !!!

Rauchmelderpflicht in Wohnungen
Seit April 2005 besteht in Schleswig-Holstein eine gesetzliche Verpflichtung zum Einbau von Rauchmeldern in Wohnungen. Durch die Änderung der Landesbauordnung für Schleswig-Holstein vom Dezember 2008 lautet der §49 "Wohnungen", Absatz 4 wie folgt: "In Wohnungen müssen Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Eigentümerinnen oder Eigentümer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2010 mit Rauchwarnmeldern auszurüsten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzerinnen oder Besitzern, es sei denn, die Eigentümerin oder der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst."

Rauchmelder arbeiten nach dem Streulicht-, dem Lichtstrahl-, dem Durchlichtstrahl- und nach dem Ionisationsprinzip. Am weitesten verbreitet sind die Streulichtmelder, bei denen eine bestimmte Rauchkonzentration einen Lichtstrahl auf eine Fotozelle leitet. Wird diese fotooptische Zelle mit Licht beaufschlagt, löst die einfache (und dadurch unempfindliche) Elektronik des Rauchmelders einen akustischen Alarm aus.

Bei der Anschaffung von Rauchmeldern sollten Sie folgendes beachten:

  • Batteriebetriebene Geräte sollten eine Warnton bei nachlassender Batterieleistung haben.
  • Netzabhängige Geräte sollten über eine Notstrombatterie verfügen.
  • Eine Testfunktion sollte vorhanden sein.
  • Der Warnton sollte eine Lautstärke von mindestens 85 dB haben.
  • Die Rauchmelder sollten geprüft (CE- oder GS-Zeichen) sein. Einige Geräte sind zertifiziert vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V.
  • Die Vernetzung mehrerer Rauchmelder sollte möglich sein.

Für Gehörlose besteht die Möglichkeit, Rauchmelder an eine Alarmzentrale anzuschließen, die bei Auslösung eines Rauchmelders ein Blitzlicht und einen Vibrationsgeber, der zum Schlafen unter das Kopfkissen gelegt werden sollte, aktiviert.

Bei der Installation von Rauchmeldern sollten Sie folgendes beachten:

Die Installation eines Rauchmelders ist auch von Ungeübten leicht durchzuführen. In Privathaushalten gehören Rauchmelder unter unter die Zimmerdecke und am besten in die Raummitte. In Küche und Bad sollten Sie auf eine Installation verzichten, weil dort durch Koch- und Wasserdämpfe Fehlalarm ausgelöst werden könnte. In größeren Häusern ist eine Vernetzung der installierten Rauchmelder sinnvoll.



Download:

Merkblatt Rauchmelder

Flyer "Rauchmelder retten Leben"

Weitere Informationen zum Thema:

www.rauchmelder-lebensretter.de